Jedoch kommt es bei der Lokalisierung von Softwareprodukten nicht nur auf die reine Übersetzung an – diverse Symbole, Musik- und Sprachausgaben, Piktogramme und Bilder ebenso wie ganze Zeichensätze müssen übertragen und angepasst werden. Ebenso muss der Übersetzer den historischen, sozialen und kulturellen Hintergrund im Kopf haben.
Die Weltsprache Englisch eignet sich dafür als hervorragendes Beispiel: als offizielle Amtssprache in Australien, Irland, Kanada, Neuseeland, Südafrika, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten und als Nebensprache in 50 weiteren Ländern gesprochen, mag zwar die englische Sprache an sich dieselbe sein, doch gibt es von Land zu Land, Kontinent zu Kontinent, wesentliche Unterschiede, die der beauftragte Übersetzer kennen, beachten und umsetzen muss.
Für eben jene Übersetzungen ist nicht nur eine perfekte Sprachbeherrschung, sondern auch ein hohes Maß an interkultureller Kompetenz nötig.
Nimmt man beispielsweise das japanische Befehlsfenster vom Beginn zur Hand, so müssen die Schriftzeichen in ganze Wörter übersetzt werden, die Leserichtung umgekehrt werden und im Zweifelsfall Piktogramme noch ergänzt werden.
Dies alles geschieht durch einen geeigneten Softwarelokalisierer, der sich in der jeweiligen Kultur und Sprache wie in seiner eigenen Westentasche auskennt und für den auch spezielle Computerprogramme, insbesondere CAT-Tools (Computer Aided Translation) wie Trados, Déjà Vu und MemoQ und Lokalisierungsprogramme für diese Art der Übertragung nicht fremd sind.